Für bessere Tierhaltung

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Für mehr Transparenz bei der Kennzeichnung von billigem Supermarktfleisch demonstrierten am 08. April 2017 Greenpeace-Aktivisten unserer Ortsgruppe vor der Lidl-Filiale in der Jöllenbeckerstr. 41.
„Frag Lidl, wie ich leben muss!“, stand auf einem 1.70m großen Pappaufsteller in Schweineoptik. Kunden und Passanten konnten per Postkarte ihre eigenen Fragen zur Fleischproduktion direkt an Lidl stellen. Die unterschriebenen Postkarten wurden am Ende der Aktion dem Marktleiter übergeben, welcher diese an die Zentrale weiterleiten möchte. Wir forderten gemeinsam mit 51 anderen Greenpeacegruppen Lidl dazu auf, mehr Verantwortungsbewusstsein zu zeigen, was Tierhaltung und Umweltschutz angeht. Kauft man Fleisch der Billigmarke "Landjunker" ist nicht erkennbar, ob gentechnisch veränderte Futtermittel oder Antibiotika eingesetzt wurden. Ebenso wenig ist bekannt, wie die Tiere gehalten wurden, ob zum Beispiel die übliche Ringelschwanzkupierung und unbetäubte Ferkelkastration statt fanden. Von Verbraucherorganisationen und Umweltschutzorganisationen wird derweil scharfe Kritik auf das Label "Initiative Tierwohl" ausgeübt. Dieses Label wird von den Supermarkt-Discountern stark beworben, ist in Wahrheit aber nur minimal besser, als die gesetzlichen Mindeststandards in der Massentierhaltung. In Dänemark hat Lidl bereits Verantwortung übernommen, das Tierfutter ist gentechnikfrei, Antibiotika wird nicht als Regelmedikament verabreicht und Schweine können ihre Ringelschwänze behalten. Greenpeace Deutschland möchte an diesen Fortschritt anknüpfen und würde eine Vorreiterrolle von Lidl unter den deutschen Supermarkt-Discountern sehr begrüßen.
 
Unter folgendem Link befinden sich mehr Informationen seitens Greenpeace und ein Siegel-Ratgeber für den Kauf von Schweinefleisch: