Fukushima Mahnwache

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Am 11.3.2017 haben wir vor der Altstädter Nicolaikirche eine Mahnwache zur Atomkatastrophe von Fukushima gehalten. Wir erinnerten damit an die Katastrophe von vor 6 Jahren und zündeten Kerzen an um den Opfern zu gedenken.

Vor 6 Jahren explodierten in Folge eines Erdbebens und darauf folgenden Tsunamis 3 Reaktoren des Atomkraftwerks Fukushima Daiichi und setzten eine äußerst hohe Menge radioaktiven Materials frei. Auch gelangten tausende Tonnen verseuchtes Kühlwasser direkt ins nah gelegene Meer. Bis jetzt stellt dies weltweit die größte Belastung des Meeres mit radioaktivem Material dar. Doch die langfristigen Folgen der Katastrophe sind weitaus schlimmer. Das Risiko an bestimmten Krebsarten zu erkranken ist für mehrere hundert Menschen deutlich gestiegen. Gendefekte werden über mehrere Generationen hinweg vererbt.

Die Atomkatastrophe hatte dazu geführt, dass mehrere Länder ihre Kernenergieprogramme aufgaben und auch Deutschland einen Tag nach der Katastrophe den dauerhaften Atomausstieg bis zum Jahre 2022 beschloss. Damit ist der Schritt zur Energiewende und zur Förderung der erneuerbaren Energien getan worden, doch die Gefahr ist nicht gebannt. Weltweit werden immer noch Atomkraftwerke gebaut, in Frankreich sind derzeit 58 Atomkraftwerke in Betrieb (zum Vergleich: in Deutschland sind es derzeit acht) und viele Atomkraftwerke der Nachbarländer überschneiden mit einem 30km-Radius unsere Bundesgrenzen. Greenpeace fordert daher, dass mehr Länder deutliche Schritte in eine atomfreie Energieversorgung machen und wird weiterhin dafür aktiv sein.