Jeder Tag Atomkraft ist zu viel

am 29./30. Juni 2011 beschließt der Bundestag ein ganzes Paket neuer Gesetze zur Energiepolitik. Die Bundesregierung will unter anderem bis 2022 schrittweise aus der Atomkraft aussteigen und den Bau neuer Kohle- und Gaskraftwerke vorantreiben. Greenpeace kämpft seit Jahrzehnten gegen die Atomkraft. Der jetzt vorgesehene Atomausstieg ist ein richtiger, aber viel zu langsamer Schritt. Nicht nur die Ethikkommission, auch das Umweltbundesamt und viele Experten halten einen früheren Ausstieg aus der Atomkraft für möglich. Greenpeace hat gezeigt, dass der Ausstieg bis 2015 versorgungssicher möglich ist.

Gesendet an:
Bundestagsabgeordneten Herr Dirk Becker (SPD)
Bundestagsabgeordneten Herr Klaus Brandner (SPD)
Bundestagsabgeordneten Herr Ralph Brinkhaus (CDU/CSU)
Bundestagsabgeordnete Frau Britta Haßelmann (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
Bundestagsabgeordneten Herr Jürgen Herrmann (CDU/CSU)
Bundestagsabgeordnete Frau Inge Höger (DIE LINKE)
Bundestagsabgeordneten Herr Heiner Kamp (FDP)
Bundestagsabgeordnete Frau Ute Koczy (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
Bundestagsabgeordnete Frau Gudrun Kopp (FDP)
Bundestagsabgeordnete Frau Jutta Krellmann (DIE LINKE)
Bundestagsabgeordnete Frau Gabriele Lösekrug-Möller (SPD)
Bundestagsabgeordnete Frau Lena Strothmann (CDU/CSU)


Neue klimaschädliche Kohlekraftwerke sind als Brücke zur 100-prozentigen Versorgung mit Erneuerbaren Energien nicht geeignet. Stattdessen sollte auf Wind, Wasser und Sonne gesetzt werden, sowie auf Energieeinsparung, Energieeffizienz, hocheffiziente
Gaskraftwerke und Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen. Warum werden unsere Atomkraftwerke nach einem Unglück wie in Fukushima nur im Schneckentempo abgeschaltet? Warum sollen gleich wieder zahlreiche neue Kohlekraftwerke gebaut werden, die das Klimaproblem weiter verschärfen? Wir möchten Sie als Bundestagsabgeordneten in unserem Wahlkreis auffordern:


• dem Atomausstiegssgesetz in seiner vorliegenden Form nicht zuzustimmen - denn ein deutlich früherer Ausstieg ist möglich

• gegen den Bau neuer Kohlekraftwerke zu stimmen - denn Kohle ist der klimaschädlichste Brennstoff.

Über eine Rückantwort würden wir uns freuen.

Mit freundlichen Grüßen


Greenpeace Bielefeld

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