Artenvielfalt statt Einfalt!

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Jaguare, Tiger, Baumwesen, dazu noch jede Menge Regen und die Innenstadt von Münster- passt nicht zusammen? Denkste! Ungefähr 80 Greenpeacer/innen kamen am Samstag, 5. April, zusammen, um ein deutliches Signal an die Politik zusenden: Artenvielfalt statt Einfalt! Handeln statt reden!. Auch sechs Aktivisten der Bielefelder Gruppe waren dabei.

Anlass der Demonstration ist die vom 19. bis 30. Mai 2008 findet in Bonn stattfindende UN-Artenschutzkonferenz (Convention on Biological Diversity = CBD). Dann wollen die Mitgliedstaaten der CBD, einem internationalen Abkommen ähnlich der UN-Klimakonvention über Maßnahmen zum Schutz der biologischen Vielfalt diskutieren. Damit die Politiker nicht nur Theorien entwickeln, sondern auch unter Handlungsdruck geraten, macht Greenpeace die Öffentlichkeit auf das Artensterben aufmerksam. Die Gruppe Münster rief zur friedlichen Demonstration und auch wir folgten diesem Ruf. Unsere Aktivistin Julia berichtet:
Um 11 Uhr versammelten sich schon mehrere Freiwillige auf der gegenüberliegenden Seite des Hauptbahnhofes, um Weltkugeln aufzublasen, Kostüme anzuziehen (Orang-Utans, Andenhirsche, Jaguare, Tiger usw.) und leider auch - Regenjacken zu verteilen. Ich würde sagen, wir waren schon ordentlich nass, bevor es überhaupt losging.

Münster bescherte uns mit tropenähnlichem Regen. Das könnte man natürlich ironisch sehen, denn immerhin macht gerade die massive Abholzung der tropischen Regenwälder der Artenvielfalt den Garaus.

Als dann aber die Trommelgruppe Demo-Drums Rabatz machte, waren wir wieder voll motiviert und haben uns eines der riesigen Banner geschnappt. Aufschrift: Gut für den Wald, gut für den Menschen - FSC (Infos zum FSC).

Trotz Dauerregen haben wir mit tanzenden Tieren und Trommelrhythmen für Aufsehen in der Innenstadt gesorgt, besonders in den Haupteinkaufsmeilen, der Ludgeri- und Salzstraße.

Die sprichwörtlich ins Wasser gefallene Mahnwache am Marienplatz (unser Megafon war irgendwie ein bisschen zu leise) konnten wir dann mitten vor dem berühmten Rathaus am Prinzipalmarkt nachholen. Vor allem durch Parolen wie U-U-Urwaldschutz, A-A-Artenschutz, Urwaldschutz ist Klimaschutz und Jeder, jeder kann was tun, die über das Megafon durchgerufen wurden, brachten wir unserem Frust über die Zerstörung der Artenvielfalt Luft. Rein friedlich, versteht sich. Ein Straßentheater mit Sensenmann und Urwaldtieren rundete das ganze ab.

Gegen halb drei kehrte der Demozug dann wieder am Hbf ein.

Spaß gemacht hat es auf jeden Fall und sinnvoll war es noch dazu.

Zufrieden und durchnässt wärmten wir uns noch mit einem Kakao auf bevor es wieder zurück in die nasse Stadt am Teutoburger Wald ging.