Baumschutz ist Klimaschutz:

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Ein Tag, an dem wir uns in Erinnerung rufen, wie wichtig Bäume für uns Menschen, für das Klima und die Umwelt sind – das ist der Tag des Baumes. Seinen Ursprung hat er in den USA. In Deutschland führte ihn die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) schließlich am 25. April 1952 ein. Jahr für Jahr werden Mitmachaktionen organisiert, bei denen in Zusammenarbeit mit Städten, Forstämtern und Kommunen Bäume gepflanzt werden – durchschnittlich 70.000 Stück pro Jahr.

 

Bäume pflanzen und verschenken

Dieses Jahr bildet aufgrund der Corona-Krise eine Ausnahme. Gemeinsame Baumpflanzaktionen sind unter diesen Umständen nicht möglich. Doch wir müssen dennoch nicht auf den Sinn und die Idee des Tags des Baumes verzichten: Du kannst dir zum Beispiel ganz einfach deinen eigenen Baum ziehen. Eine Anleitung, wie du dabei am besten vorgehst, findest du auf unserer Facebook- und Instagram-Seite.

Nicht nur am Tag des Baumes, sondern auch während des gesamten Jahres investieren mehrere Organisationen in die Aufforstung. Hieran kann sich jede*r beteiligen: Schenke deinen Liebsten einen Baum, der an einem ausgewählten Standort gepflanzt wird, kompensiere deinen CO2-Fußabdruck durch eine Spende für die Pflanzung von Bäumen oder unterstütze eine Organisation deiner Wahl, die in diesem Bereich tätig ist. In vielen Städten kannst du außerdem eine Baumpatenschaften übernehmen, bei denen du dich insbesondere um die Wässerung dieses Baumes in Trocken- und Dürrephasen kümmerst.

Auch für Bäume in unserer direkten Umgebung, hier in Bielefeld, kannst du etwas tun. Mithilfe eines Hilfsprogramms soll der Stadtwald aufgeforstet werden. Dieser hat infolge von Sturmschäden und der beiden Hitzesommer in den Jahren 2018 und 2019 schwere Schäden erlitten. Die Stadt Bielefeld ruft daher zu Spenden auf, mit dessen Hilfe an vier Standorten auf insgesamt 80 Hektar Land rund 22.000 Bäume neu gepflanzt werden sollen.  Weitere Informationen hierüber findest du bei der Stadt Bielefeld.

 

Warum sind Bäume wichtig?

Sie überragen uns in ihrer Höhe um ein Vielfaches, spannen ihre weiten Äste schützend über uns, werden viel älter als wir und spenden uns Ruhe und Entspannung. Doch nicht nur das sofort Sichtbare ist beeindruckend: Unter unseren Füßen bis tief in den Boden erstreckt sich ein gigantisches Wurzelwerk, durch das Bäume im Boden Halt finden und wichtige Nährstoffe aufnehmen. Sie verfügen über ausgeklügelte Systeme, die sich über Jahrtausende entwickelt haben.

Bäume betreiben Photosynthese. Während dieses Stoffwechselprozesses entnimmt der Baum der Luft Kohlenstoffdioxid, bindet den Kohlenstoff in Form von Glucose und gibt Sauerstoff wieder an die Umgebung ab. Dadurch leisten Bäume einen unverzichtbaren Beitrag dazu, das Treibhausgas Kohlenstoffdioxid aus der Atmosphäre zu entziehen: Baumschutz ist Klimaschutz!

Wenn Wälder gerodet werden, fällt nicht nur das Potenzial für die weitere Kohlenstoffspeicherung weg, sondern gespeicherter Kohlenstoff wird bei diesem Prozess wieder frei. Damit ist die Waldzerstörung durch den Menschen ein nicht zu unterschätzender Faktor, der den Klimawandel weiter beschleunigt. Etwa ein Fünftel der Treibhausgasemissionen entstehen auf diese Weise.

Nicht nur als Klimaschützer, auch für unsere persönliche Lebensqualität sind Bäume unendlich wertvoll. Sie spenden Schatten an heißen Sommertagen, wir suchen sie in ihren Wäldern, Parks und Alleen auf, um uns zu erholen, und sie bieten Lebensräume für andere Pflanzen und Tiere. Die komplexen Abhängigkeiten der Pflanzen, Tiere  und Menschen voneinander zeichnen die komplexen Ökosysteme aus. Der Verlust von einzelnen Arten zieht dadurch schwere weitere Folgen nach sich. Das macht die verschiedenen Baumarten unverzichtbar.

In der Stadt profitieren wir Menschen ebenfalls von den zahlreichen positiven Effekten durch Bäume: Durch die Verdunstung von Wasser kühlen sie die Luft an heißen Tagen herunter und spenden wohltuenden Schatten. Zudem binden Bäume Staub aus der Luft und verbessern so ihre Qualität. Doch für die grünen Riesen sind die Bedingungen in der Stadt nicht leicht: Durch die höheren Temperaturen und den dichten Boden, in denen sie wurzeln müssen, altern Bäume in der Stadt schneller als im Wald.

 

Stadt im Wald: Bäume in Bielefeld

Bielefeld wird durch die zahlreichen Wälder geprägt – drei große Waldflächen ziehen sich durch und um Bielefeld. Im Norden befindet sich das Ravensberger Hügelland, von Ost nach West verläuft quer durch die Stadt der Teutoburger Wald und im Süden liegt die Sennelandschaft. Daneben gibt es etwa 650 kleinere Waldflächen. Insgesamt besteht das Stadtgebiet zu rund 20 Prozent aus Wald.  Er bietet der Stadt wichtige Frischluftquellen und dient als Trinkwasserspeicher. Bielefelder*innen und Besucher*innen nutzen die Flächen als kostenlose Naherholungsgebiete.

Wenn du gerne etwas zur Pflege der Bielefelder Bäume beitragen möchtest, kannst du auf der Seite der Stadt Bielefeld die Patenschaft für einen Baum deiner Wahl übernehmen. Du kümmerst dich dann konkret um diesen Baum und seine direkte Umgebung, indem du ihn von Müll befreist und in trockenen Phasen mit Wasser versorgst. Dafür gießt du ihn in Hitze- und Trockenperioden alle sechs Tage mit 60 bis 80 Litern Wasser, sodass auch das Wurzelwerk gründlich durchnässt wird.

 

Wie kannst Du Bäume konkret und direkt schützen?

Wie du schon sehen konntest, gibt es viele Möglichkeiten, um Bäume zu schützen. Hier findest du sie auf einen Blick:

1. Halte dich an Regeln im Wald

Im Wald – und natürlich auch außerhalb des Waldes – solltest du deinen Müll mitnehmen. Wenn du möchtest, kannst du auch herumliegenden Müll aufsammeln und entsorgen. Du solltest zudem auf den Wegen bleiben, die Nachtruhe achten, im Wald nicht rauchen und auf keinen Fall Bäume beispielsweise durch das Einritzen der Baumrinde beschädigen.

2. Pflanze Bäume

Durch das eigene Pflanzen von Bäumen und durch die Unterstützung von Aufforstungsprogrammen kannst du einen Beitrag zu mehr Klimaschutz leisten. Durch die Beteiligung an der Pflege von Bäumen in deiner Region trägst du zudem zu ihrer Gesundheit und ihrem Erhalt bei.

3. Schütze bestehende Wälder

Leider schwinden einige Wälder rasant – das gilt insbesondere für den Amazonas Regenwald. Er gilt als die Lunge der Erde. In den letzten Jahren nahm die Geschwindigkeit seiner Abholzung enorm zu, zuletzt erneut, seit der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro an der Macht ist. Damit einher geht ein unfassbarer Verlust: Verlust an Vielfalt, Verlust an Lebensraum für Tiere, Pflanzen und indigene Völker, Verlust an Speicherkapazitäten von Kohlenstoff. Zugleich werden insbesondere durch Brandrodungen große Mengen Kohlenstoff freigesetzt. Der Klimaschützer Amazonas wird zum Beschleuniger des Klimawandels.

Greenpeace dokumentiert daher gemeinsam mit weiteren Nichtregierungsorganisationen und Indigenen das Ausmaß der Zerstörung und hilft Betroffenen, ihre Rechte wahrzunehmen. Mit der Petition kannst du dich an den brasilianischen Präsidenten wenden und von ihm den Schutz des Regenwaldes fordern.

 

Weiterführende Links

Amazon Petition
Baumpatenschaft Bielefeld
Greenpeace Bielefeld Facebook
Greenpeace Bielefeld Instagram

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