Beachtliche Funde im Luttertal

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Muss hier denn wirklich dringend aufgeräumt werden? - Das fragen sich zunächst die rund 30 ehrenamtlichen GreenpeacerInnen und engagierten Bielefelder BürgerInnen, die sich im Rahmen einer bundesweiten Müllsammelaktion von Greenpeace am verganganenem Samstag am Brackweder Naturbad getroffen haben. Denn anfangs scheint es so, dass es für diese große Zahl von Freiwilligen im Luttertal in Bielefeld-Quelle nicht genügend „Arbeitsmaterial“ gibt, was im Grunde ja ein wünschenswerter Zustand wäre.

Doch recht schnell stellen die MüllsammlerInnen fest, dass die Hinterlassenschaften ihrer Mitmenschen äußerst zahlreich und vielfältig sind: neben unzähligen Flaschen und Plastikverpackungen finden sich diverse Autoreifen, Bobbycar, Gartenschere, Matratzen, Schuhe, Teppichböden... Da heißt es tatkräftig zupacken, denn die komfortablen Greifzangen versagen bei vielen dieser Fundstücke einfach ihre Dienste.

Und weiter geht’s mit Eimern, Blumentöpfen, Kinderfahrradsitz ,...– und einer gefüllten Brieftasche sowie „verdächtigen Geldkassetten“. Die Müllsammelaktion entwickelt sich zu einer Detektivarbeit. Vorsichtshalber wird daher die Polizei informiert und dann wird weiter gesammelt. Nach rund drei Stunden Arbeit sind wider Erwarten nur wenige hundert Meter des Luttertals durchkämmt, doch türmt sich schon der fein säuberlich getrennte Müll zu erstaunlich großen Haufen auf.

Einen Teil des gesammelten Plastikmülls präsentieren die GreenpeacerInnen anschließend in der Bielefelder Altstadt, wo diese „Ausstellungsstücke“ von nicht wenigen BielefelderInnen bestaunt werden. Einige von ihnen unterschreiben auch die Greenpeace-Forderungen nach Meeresschutzgebieten und weniger Plastikmüll. Ein guter erster Schritt, doch, wenn uns der Meeresschutz wirklich am Herzen liegt, müssen weitere dringend folgen, und zwar v. a. in Richtung Plastikvermeidung: Einkaufskorb statt Plastiktüte, Porzellantasse statt To-go-Becher, Mehrwegflasche statt Einwegflasche,... Und wie sieht dein nächster Schritt aus?