Kleidung entgiften!

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Bielefeld, 30.01.2016 - Gefährliche Chemie in Outdoor-Kleidung war das Thema der bundesweiten Aktion von Greenpeace am 30.01.2016. In 34 Städten der Bundesrepublik liefen Aktionen, welche auf die Verwendung von Per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC) in Jacken und anderen Outdoor-Artikeln aufmerksam machten. Auch in Bielefeld informierten wir Passanten, sowie Filialbetreiber von Sport- und Outdoor-Läden.

Greenpeace veröffentlicht Testergebnisse

Greenpeace veröffentlichte am 25.01.2016 einen neuen Testbericht zu PFC in Outdoor-Produkten. Hierbei fiel das Ergebnis für den Schweizer Konzern Mammut besonders schlecht aus. Ein Grund, die Aktionen jener Firma zu widmen.

Die Stoffgruppe, die Jacken wasserdicht macht (PFC), ist sehr beständig und akkumuliert sich in der Umwelt und unserer Nahrungskette. Einige dieser Stoffe können sich auf die Fortpflanzung, das Wachstum von Tumoren und das Hormonsystem auswirken. Selbst in den entlegensten Regionen konnte PFC nachgewiesen werden.

Zur Eindämmung einer weiteren Vergiftung unserer Umwelt fordert Greenpeace Mammut, als einen der Marktführer des Outdoorsektors, auf in Zukunft komplett auf PFC in der Produktion zu verzichten.

Breite Unterstützung in der Bevölkerung

Unterstützung kam hier auch aus der Bevölkerung. Die Resonanz in der Bielefelder Innenstadt war durchweg positiv. Einige Passanten hatten bereits im Vorfeld von den Testergebnissen aus der Presse erfahren und waren für das Thema offen. So konnten wir der Filialleitung von Sportscheck einen Stapel unterschriebener Postkarten überreichen, mit der Aufforderung Outdoor-Bekleidung zu führen, die ohne gefährliche Chemikalien hergestellt werden.

Auch die Betreiber der Filialen Globetrotter und Unterwegs, waren für das Thema zugänglich und sind sich der Problematik bewusst. Sie merkten jedoch auch an, dass Jacken, welche besonders wasserdicht und strapazierfähig sind besser verkauft werden, als Jacken mit einer geringeren Wasserdichtigkeit. In der Produktion dieser Jacken werden häufig PFC verwendet, zugleich sind sie für die Verwendung vieler Käufer überdimensioniert.

Dass der Einsatz gefährlicher Substanzen unnötig ist, zeigen Firmen wie Fjällräven, welche komplett PFC-frei produzieren. Andere Firmen planen nach eigenen Angaben langfristig die Verwendung einzustellen. Wir werden beobachten, ob auch Taten folgen...