Landliebe:Gentechnik Hände weg!

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Sicher kennen Sie die Marke Landliebe, die mit naturnahen Produkten wirbt? Tatsächlich landet aber in den Futtertrögen der Milchkühe gentechnisch veränderter Mais und Soja! Dies konnte Greenpeace durch mehrere Futteranalysen nachweisen, obwohl Landliebe seinen Verbrauchern versicherte, der gentechnisch veränderte Mais sei nur für Versuchszwecke angebaut worden. Der Mais wurde aber laut dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) nicht für den Versuchsanbau angemeldet, sondern für kommerzielle Zwecke.

Die Probleme der Gentechnik sind vielfältig. Zum einen produzieren die Pflanzen ein Gift, welches sich im Boden anreichert und auch nützliche und geschützte Insekten tötet. Außerdem kann eine Verbreitung durch Tiere und Wind nicht ausgeschlossen werden.

Die gesundheitlichen Risiken von gentechnisch veränderten Lebensmitteln sind noch nicht geklärt. Versuche an Ratten ergaben aber, dass die Tiere ein verändertes Blutbild aufwiesen, so wie Schäden an Organen davon trugen.

Greenpeace fordert von Landliebe ihre Milchbauern vertraglich darauf festzulegen, dass sie kein Gen-Futter verwenden. Die Molkerei Campina, die hinter der Marke Landliebe steht, weigert sich aber dieses Qualitätskriterium einzuführen, obwohl laut Umfrage zwei von drei Verbrauchern keine Milch von Kühen haben möchten, die Gen-Futter gefressen haben.

Bielefeld, 1. Juli 2006: Die Bielefelder Greenpeace Gruppe besuchte drei Märkte in Bielefeld um die Verbraucher darüber zu informieren, dass sie mit dem Kauf von Landliebe den Anbau von gentechnisch verändertem Mais und Soja unterstützen, meist ohne dies zu wissen oder gar zu wollen. Ziel unserer Aktion waren die Real-Märkte an der Teutoburger Straße und der Schweriner Straße, sowie der Marktkauf an der Huberstraße. Während einige Greenpeacer die Landliebe Produkte mit Aufklebern "Gentechnik - Hände weg" kennzeichneten, führten andere mit den Kunden Gespräche und verteilten Info-Material. Gern gesehen war diese Aktion bei der Geschäftsleitung nicht. Dennoch verhielten sich die Mitarbeiter der beiden Real-Märkte uns gegenüber sehr freundlich, während sich der Mitarbeiter im Marktkauf nicht zugänglich für die Wünsche der Verbraucher und deren Argumente zeigte.

Weitere Informationen erhalten sie unter www.greenpeace.de/landliebe