Menschenkette gegen Atompolitik

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Die Kette aus Menschen von Stuttgart zum AKW Neckarwestheim war wegen der Tragödie in Japan aktueller denn je. Der 12. März stand schon lange im Kalender von vielen Atomkraft-Gegnern. Zehntausende hatten sich vorgenommen zwei Wochen vor den Wahlen in Baden-Württemberg ein Zeichen zu setzen und die Regierung darauf aufmerksam zu machen, dass die Mehrheit der Bürger nachwievor gegen die gefährliche Atomkraft ist. Keiner hätte gedacht, dass am 11. März ein Tsunami in Japan zeigen würde, dass Atomkraft selbst in einem so fortschrittlichen Land, ausschließlich Risiko und keine Innovation darstellt.

Bereits in den zahllosen Bussen wurden immer wieder die Nachrichten laut gedreht, um sich auf den neusten Stand zu bringen. Mit einem Schlag wurde uns erneut durch die Naturgewalten vor Augen geführt wie gefährlich diese Energie ist.

Unsere Kanzlerin will die Sicherheit aller Reaktoren untersuchen lassen. Warum nur muss immer erst ein Unfall, eine Tragödie geschehen bevor die Machthaber bemerken, dass es sich bei der Atomkraft nicht um eine saubere und sichere Energie handelt?

Gerne hätten wir auf der Straße gestanden uns die Hände gereicht und laut "Abschalten" gerufen ohne im Hinterkopf die Gewissheit von tausenden Toten zu haben. Wie schön wäre es gewesen wenn unsere Regierung keine neuen größt anzunehmenden Unfälle benötigen würde um sich ernsthafte Gedanken über diese veraltete Technik zu machen. Das 20. Jahrhundert mag das Jahrhundert der Nuklearenergie gewesen sein, aber im 21. Jahrhundert sollte endlich ein Umdenken passieren. Es kann nicht sein, dass auf der ganzen Welt darüber nachgedacht wird weiterhin auf Atomkraft zu setzen ohne dass klar ist, wohin der Atommüll soll und wie den Risiken entgegen gewirkt werden kann. Deutschland sollte endlich Vorreiter werden und ausschließlich auf erneuerbare Energien setzen.

Im Moment gelten unsere Gedanken den Menschen in Japan und wir hoffen inständig, dass es nicht zu einer Kernschmelze kommen wird und dass den Einwohnern nicht noch mehr Unheil widerfährt!

"Verantwortung heißt Abschalten" daher zeigen wir uns solidarisch mit den Menschen in Japan und werden heute Abend die Mahnwache am Jahnplatz um 18:00 Uhr unterstützen.