Müll im Wald

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Was macht Müll im Wald ?!

Gerade in der aktuellen Krisensituation, wo wir Menschen im Rückzug leben müssen, wird es spürbar wichtiger, sich draußen aufzuhalten und Ausgleich in der Natur zu finden. Bei einem Spaziergang im Wald, einer Joggingrunde im Park oder einer Radtour lässt man sich gern auch einmal zu einer Rast unter einem schönen Baum nieder, um ins grüne Blätterdach zu schauen und die Luft zu genießen. Doch kaum einmal durchgeatmet, wird der Blick absichtslos angezogen von dem, was am Boden unter dem Baum verstreut liegt: Zigarettenkippen, Zigarettenkippen, Zigarettenkippen, hier und da Papierfetzen, eine zerdrückte Bierdose. Man sucht Bewegung und Entspannung. Und was findet man? Müll, achtlos weggeworfen

Gedankenlos hinterlassen viele Menschen Tag für Tag diese Spuren in Parks, an den Rändern der Straßen, im Wald. Kaum jemand führt sich vor Augen, wie viel Schaden dadurch ausgelöst wird. Unvorstellbar, aber laut Expert*innen nehmen darüber hinaus auch illegale Müllablagerungen bundesweit erheblich zu. Dazu gehören Sperrmüll, Bauschutt, Verpackungsmüll, Elektroschrott, Gartenabfälle.  

Fast niemand bedenkt, wie lange der Müll liegen bleibt und wie sehr Tiere, Pflanzen und letztlich auch der Mensch dadurch gefährdet werden. Das machen einige Hinweise und Beispiele deutlich: 

Plastiktüte 20 Jahre, Windel 450 Jahre, Bonbonpapier 80 Jahre, Orangenschale 2 Jahre,  Bananenschale 3 Jahre, Chipstüten bis zu 80 Jahre, Einwegflaschen aus Kunststoff 450 Jahre, Getränkedose 80 bis 500 Jahre, Zigarettenkippe 10 Jahre. In Zigarettenkippen stecken bis zu 4000 verschiedene Chemikalien. Viele davon gelangen ins Grundwasser und schädigen das Ökosystem. Glas verrottet nicht und wirkt im Wald besonders gefährlich, weil es durch Sonneneinwirkung Brände auslösen kann. 

Waldtiere und Vögel verletzen sich oft am Müll, besonders Schwarzwild, aber auch Rehe, Marder und Füchse. Sie stöbern gern Plastikmüll auf, in dem noch Essensreste haften, bleiben beim Auslecken mit der Schnauze stecken, weil es ihnen nicht gelingt, sich von dem Gegenstand zu befreien und verenden elendig. Mit ihren zarten Beinen verheddern sich Vögel und Waldtiere im Plastikmüll, an Drähten und Schnüren  und schaffen es nicht, sich wieder los zu machen Plastik wird von Vögeln in ihre Nester eingebaut. Dadurch werden sie oft zu wasserundurchlässig, die Jungen unterkühlen oder ertrinken. 

Gern werden Gartenabfälle am Waldrand entsorgt, denn vermeintlich sind sie doch „Natur“. Doch sie stören das Ökosystem empfindlich, weil der natürliche Nährstoffkreislauf zerstört wird und sich Pilzerkrankungen im Wald ausbreiten können. 

Problematisch ist besonders das achtlose Abladen von Sondermüll wie Farbreste, Kleber, Medikamente, Elektroschrott, dessen Schadstoffe ins Grundwasser gelangen. 

Die Auswahl der Beispiele zeigt, dass es weiterhin der Aufklärung über Gefahren bedarf und wie dringlich es ist, die Einhaltung bestehender gesetzlicher Regelungen auf diesem Gebiet stärker zu kontrollieren. 

Unsere Sehnsucht nach intakter Natur ruft uns dies einmal mehr ins Bewusstsein!

Mach mit und verbreite die Verhaltensregeln im Wald

  • nimm deinen Müll, auch Essensreste, mit nach Hause und sammle den rumliegenden Müll auf
  • bleib auf den Wegen
  • achte die Nachtruhe
  • nicht Rauchen! Waldbrandgefahr
  • Bäume nicht beschädigt, z.B. kann das Schnitzen an geschützten Bäumen zu hohen Strafen führen.

 

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