Umwelttag an der Heerser Mühle

Media

Am 15. Juni 2014 haben wir wieder am Umwelttag des Umweltzentrums Heerser Mühle in Bad Salzuflen teilgenommen. An unserem Stand haben wir vor allem auf das Thema Bienensterben und die geplante Erweiterung des Braunkohletagebaus in der Lausitz aufmerksam gemacht. Beim Atom-Dosen-Werfen und Windräder basteln kam auch der Kinderspaß nicht zu kurz. Für Begeisterung sorgte auch unser neues Highlight: Ein Bienenaufsteller mit ausgeschnittenem Kopf zum Durchgucken animiert zum Knipsen lustiger Fotos.

Weltweit gehen die Populationen von Wild- und Honigbienen zurück. In Europa starben in den letzten Jahren im Durchschnitt 20% der Bienenvölker, in Deutschland teilweise sogar 30%. Dabei ist etwa ein Drittel unserer Lebensmittel von der Bestäubung durch Bienen und anderer Insekten abhängig. Allein in Europa hängen mehr als 4.000 Gemüsesorten von diesen bestäubenden Insekten ab. Ursachen für das Bienensterben gibt es einige. Eine davon ist die industrielle Landwirtschaft mit ihren Pestiziden und Monokulturen. An unserem Infostand haben wir Infos, Verbrauchertipps und Saatgut für besonders bienenfreundliche Pflanzen verteilt. Greenpeace fordert von der Politik im ersten Schritt das Verbot aller bienengefährlichen Pestizide. Mehr Informationen zum Thema Bienen sowie eine Protestmail an Agrarminister Christian Schmidt gibt es unter: https://www.greenpeace.de/kampagnen/bienen

In der Lausitz an der deutsch-polnischen Grenze planen die Konzerne Vattenfall und PGE auf beiden Seiten der Grenze neue Braunkohletagebaue. Damit würden die Kraftwerke der Region, die zu den schmutzigsten in Europa zählen, bis über das Jahr 2050 hinaus klimaschädliche Braunkohle verbrennen, was die Energiewende massiv torpediert. Dörfer würden verschwinden und tausende Menschen würden ihre Heimat verlieren.
Diesen Ausbau des Braunkohletagebaus wollen wir stoppen. Am 23. Augst soll ein kraftvolles Signal an Politik und Kohlekonzerne gesendet werden. Mit einer Anti-Kohle-Menschen-Kette sollen über die deutsch-polnische Grenze hinweg zwei von der Abbaggerung bedrohte Dörfer - Kerkwitz und Grabice – symbolisch miteinander verbunden werden. Im Vorfeld dieser Menschen-Kette gibt es auch eine Unterschriften-Aktion gegen den Braunkohletagebau. An unserem Infostand am Sonntag konnten wir knapp 200 Unterschriften gegen diesen Wahnsinn sammeln. Mehr Informationen zum Thema und wie Sie mitmachen können gibt es unter: http://www.greenpeace.de/braunkohlestoppen#machmit

Tags