VW auf der dunklen Seite

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Am Samstag, 10.9., haben wir den VW Händler Steinböhmer in Bielefeld Babenhausen Süd besucht und ihm ein VW Golf 6 Model in einem Käfig übergeben. Das Model trug die Aufschrift „Lasst Blue Motion frei“.

An diesem Samstag haben Greenpeace Gruppen in ganz Deutschland VW Filialen besucht, wie ihr auf Facebook sehen könnt und den Geschäftsführern das folgende Forderungsschreiben übergeben:

„VW trägt eine hohe Verantwortung – und zwar für das Klima: Allein wegen seiner Größe hat VW den weitaus größten „Klima-Fußabdruck“ aller europäischen Autobauer. Nun sieht sich Volkswagen nicht nur als größten, sondern auch als umweltfreundlichsten Hersteller. Diese Meinung teilen wir nicht.

Wir sehen, dass VW aktiv gegen den Klimaschutz arbeitet. So entspricht nur ein kleiner Bruchteil der ausgelieferten Autos dem Stand der eigenen Spritspartechnik. Die klimaschonende Spritspartechnik gibt es nur für Aufpreise, die um ein Vielfaches über den Produktionskosten liegen.

  • Greenpeace will VW an seine Verantwortung erinnern und fordert:
  • VW soll seine beste Spritspartechnik als serienmäßigen Standard ohne Aufpreis in jeden PKW integrieren.
  • VW soll das Massenmodell Golf 1.4 Benziner mit 6.4 Litern Verbrauch und 149 Gramm CO2-Emissionen ersatzlos vom Markt nehmen.
  • VW soll sich an vorderster Front für schärfere CO2-Grenzwerte (80 Gramm bis 2020) und für ein europäisches Klimaschutzziel (minus 30 Prozent bis 2020) einsetzen.
  • VW soll sich dazu verpflichten, dass der nächste Golf ein Drei-Liter-Auto wird.“

Der Filialleiter befürwortete unsere Forderungen und nahm bereitwillig das VW Model entgegen. Zwar hat er Zweifel, ob er als kleiner Händler etwas beim großen VW Konzern bewegen kann, dennoch wollte er unser Schreiben weiterreichen und mit uns in Kontakt bleiben.

Greenpeace ist der Auffassung, dass der größte Autobauer endlich mehr Verantwortung übernehmen muss. Als Europas größter Autobauer trägt VW eine besondere Verantwortung, der er derzeit noch nicht gerecht wird. Etwa 60 Millionen Tonnen CO2 stoßen die innerhalb eines Jahres vom Volkswagen Konzern europaweit verkauften Autos während ihrer Nutzungsdauer aus. Das ist weit mehr als bei anderen Herstellern.

Bereits im Juni dieses Jahres hatte Greenpeace im Internet mit der Parodie eines VW-Werbefilms

dazu aufgerufen, dass der Konzern sich für mehr Klimaschutz einsetzt. Über 370.000

Unterstützer haben sich auf www.vwdarkside.com bisher an der Greenpeace-Kampagne

beteiligt.