VW geizt beim Klimaschutz

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Bielefeld, 06.05.2012 Eigentlich gehört die Bielefelder Innenstadt heute den Autohändlern. Die ganze Innenstadt? Nein, mitten auf dem Jahnplatz steht ein Auto von VW, vollgeklebt mit vielen Aufklebern „CO2 das Problem“. Daneben stehen Greenpeace-Aktivisten mit Banner und Flyern, die über die klimaschädliche Politik des VW Konzerns informieren.

Obwohl Volkswagen bereits Konzepte für Ein-, Zwei- und Drei-Liter-Autos sowie eine

eigene Technik für effizientere Autos entwickelt hat, überschwemmt der Konzern den

Markt mit klimafeindlichen Spritschluckern. Allein die rund 2,9 Millionen in Europa

verkauften Autos im Jahr 2010 werden während ihrer Nutzungsdauer über 60 Millionen

Tonnen CO2 ausstoßen. „Es ist skandalös, dass VW seine eigene Spritspartechnik nicht

serienmäßig auf die Straße bringt“, sagt Wolfgang Lohbeck, Verkehrsexperte bei Greenpeace Deutschland.

 

Klimaschutz darf keine kostenpflichtige Sonderausstattung sein

 

Volkswagen ist der größte europäische Autokonzern – mit den höchsten CO2-Emissionen –

und er will es an die Weltspitze schaffen. Ein Beispiel für die mangelnden

Klimaschutzabsichten bei VW ist die Einführung des Kleinstwagens "up!". Dieser „kleine

Schluckspecht“ verbraucht in der 60-PS-Version offiziell 4,5 Liter und stößt über 100

Gramm Kohlendioxid/Kilometer aus. Bei den sparsamsten Varianten selbst des schwereren

Golf, Polo oder Passat ist der durchschnittliche CO2-Ausstoß geringer.

 

Greenpeace fordert VW auf, die klimaschädlichen Emissionen seiner Neuwagenflotte bis

zum Jahr 2020 entsprechend dem europäischen Grenzwert von 80 Gramm CO2/Kilometer

zu drosseln.